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babel-poster1.jpgAusgezeichnet mit dem GOLDEN GLOBE 2007 als bester Film.

Der neue (dritte) Film des Mexikaners Inarritu verknuepft auf filmisch spannend-virtuose Weise vier scheinbar voneinander unabhaengige, private Katastrophen-Geschichten in Marroko,den USA, Mexiko und Japan.

Erst gegen Ende enthuellt sich eine Verbindung zwischen den einzelnen Episoden: der Film will dadurch beweisen, dass kleine,oft unbeabsichtigte Ereignisse sich zu globaler Auswirkung steigern koennen. Denn auch in der heutigen Welt - so die Behauptung - herrschen babylonischen Zustaende: produzieren die globalen Kommunikations- Moeglichkeiten oft nur chaotische Verhaeltnisse. Zwei marrokanische Ziegenhirten verletzen mit ihrem neuen Gewehr unbeabsichtigt eine amerikanische Touristin schwer, ihr Mann sucht verzweifelt aerztliche Hilfe. Ein mexikanisches Dienstmaedchen im amerikanischen San Diego nimmt die beiden Kinder ihres Dienstherrn mit zu einem Fest nach Mexiko - mit schrecklichen Folgen. In Tokio provoziert eine taubstumme Teenagerin ihre kalte,neonglaenzende Umwelt durch sexuelle Attacken - wehrt sich auf verstoerende Art gegen ihre Ausgrenzung. Diese einzelnen Schicksale schildert der Film in kraftvollen,emotionsgeladenen Bild- sequenzen. Grandiose Panorama-Schwenks mischen sich mit wilden Handkamera- Szenen, Hollywood-Stars fuegen sich praezise in die verschiedenen Laien-Ensemles ein. Wie die Geschichten filmisch erzaehlt werden, ist grossartig. Was sie aber be- sagen wollen, bleibt fragwuerdig, weil recht zufaellig oder klischeehaft.