SalesmanMitten in der Nacht müssen die Bewohner eines modernen Mietshauses in Teheran im Eiltempo ihre Wohnungen verlassen: die Wände zeigen plötzlich geräuschvoll Risse, Fensterscheiben zerspringen - die tiefe Baugrube von nebenan unterspült das Fundament. Auch das junge Ehepaar Emad (Shahab Hosseini) und Rana (Taraneh Alidoosti) steht so plötzlich auf der Straße. Beide sind Schauspieler und proben zur Zeit eine Aufführung von Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden" (persischer Titel: "Forushande") in einer - wie ausdrücklich erwähnt wird - von der Zensur gestatteten Fassung. Einer der Mitspieler vermittelt ihnen vorübergehend eine gerade leergewordene Wohnung, allerdings hat die Vormieterin noch ihre Sachen in einem der Zimmer gelagert. Diese Vormieterin war wohl Prostituierte (obwohl der Wort im Film nie ausgesprochen wird) und nicht alle ihrer Kunden haben den Wohnungswechsel mitbekommen. Folge: Rana, allein zuhause, wird eine Tages, während sie ein Duschbad nimmt, überfallen und am Kopf schwer verletzt. Doch sie weigert sich, aus Scham, den Überfall bei der Polizei anzuzeigen, obwohl ihr Mann Emad sie dazu heftig drängt. Zugleich ist Rana  stark traumatisiert, hat Angst allein in der Wohnung zu bleiben. Emad reagiert erst mit Unverständnis auf Ranas Verhalten, dann mit langsam steigender Wut: er will den unbekannten Angreifer ausfindig machen, der versehenstlich seine Autoschlüssel (in der Wohnung) und damit auch einen dazu gehörenden Lieferwagen (auf der Straße) zurück gelassen hat. Die Suche scheint zunächst erfolgreich, doch als Emad den Unbekannten mittels eines Tricks in die alte, halbzerstörte (aber dann doch nicht ganz eingestürtzte) Wohnung gelockt hat und ihm erstmals gegenübersteht, traut er seinen Augen nicht...

Der iranische Regisseur, der 2011 mit seinem Ehescheidungs-Drama "Nader und Simin" sowohl den "Goldenen Bären" wie auch den "Oscar" gewann, ist auch in seinem neuesten Film sein eigener Drehbuch-Autor. Mit großem Feingefühl und scharfer Beobachtung schildert er auch diesmal, das Zerfallen einer ehelichen Beziehung. Weder Emad noch Rana, die im Theater das Zerbrechen der Familie des Handelsreisenden Willy Lohman abendlich vorspielen, nehmen ihre innere Entfremdung voneinander nicht wahr: Rana zieht sich nach dem Überfall (was dabei tatsächlich geschah, bleibt offen) auf sich selbst zurück, verweigert sich ihm, Emad fühlt sich in seiner Ehre als (Ehe-)Mann gekränkt, steigert sich in Rachegelüste, die jedes moralische Maaß übersteigen. Dieses psychologisch-realistich gezeigte Beziehungsdrama erzählt der Regisseur sehr geschickt im Stil eines Thrillers; gleichzeitig spiegelt er das naturalistische Geschehen in der künstlichen Theaterwelt. Kunstvoll auch Schnitt und Montage einzelner Bilder oder Filmsequenzen, die Symbolisches oder Widersprüchliches andeuten - und indrekt auf soziale und gesellschaftspolitische Verhältnisse im Iran weisen.

Hervorragend das Ensemble der Darsteller, besonders eindrucksvoll das sensible Spiel der beiden Protagonisten, die nie übertreiben und dadurch ihren Charakteren überzeugende Natürlichkeit verleihen.

Doch so klug und überlegen Aasgahr Farhadi dieses moderne Ehedrama im heutigen Teheran gestaltet und es mit viel filmischem Gespür erzählt, dieses Kino-Werk berührt nicht. Der Zuschauer bestaunt seine Kunstfertigkeit und die seiner Darsteller, er nimmt auch einige versteckte Hinweise auf die Situation im Iran zur Kenntnis. Doch die dramaturgische Konstruktion drängt sich zusehr in den Vordergrund, es fehlen die menschliche Dichte und emotionale Intensität von "Nader und Simin" -  und somit wirkt "The Salesman" wie der zweite, schwächere Aufguß des älteren Meisterwerks.

"The Salesman" ist in der Kategorie "Bester ausländischer Film"  für den Oscar 2017 nominiert.

Poster/Verleih: Prokino Filmverleih

zu sehen: u.a. Cinema Paris (dt.); Filmtheater am Friedrichshain (dt.); fsk (OmU); Hackesche Höfe Kino (OmU); Kino in der Kulturbrauerei (dt, und OmU); Yorck (dt.)

JackieAm 22.November 1963 wurde der amerikanische Präsident John F. Kennedy in Dallas/Texas während einer Fahrt durch die Stadt im offenen Auto erschossen, am 25.November fand seine Beerdigung auf dem nationalen Helden-Friedhof in Arlington in Anwesenheit zahlreicher Staatoberhäupter statt - von den TV-Kamers live in alle Welt übertragen. Eine Woche später gab seine Witwe Jacqueline, genannt Jackie, auf dem Sommersitz der Familien in Hyannis Port einem Journalisten ein exklusives Interview, in dem sie ihre Sicht der aktuellen Ereignisse sowie ihrer Zeit als First Lady im Weißen Haus darlegte.

Dieses lange und sehr datailreiche Gespräch mit dem (namenlosen) Journalisten bildet den Rahmen des filmischen Porträts, das der renommierte, chilenische Regisseur Pablo Larrain ("No", "El Club") und sein Drehbuch-Autor Noah Oppenheim von Jacqueline Kennedy, der wohl bis heute bekanntesten First Lady Amerikas zeichnen. In Rückblenden werden die besprochenen Geschehnisse nachinszeniert, die in opulenten Bildern  Jackies sehr persönliche Sichtweise der historischen Fakten zeigen. Diese Rückblenden-Technik ist in diesem Film jedoch ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig. Und zwar deshalb, weil sie nicht nach klassischem Vorbild streng chronologisch abläuft, sondern dem jeweiligen Gefühlszustand der noch unter Trauer-Schock stehenden Witwe entspringt. Also zeitlich mal vor- mal zurück springt, oder auch das selbe Ereignis mehrmals oder aus unterschiedlichen Perspektiven zeigt  Mal ist sie die elegante First Lady, mal die verzweifelte Trauernde, mal die verstörte Mutter, mal die ehrgeizige Witwe, die das geschichtliche Erbe der Kennedys ein-ordnet. "Jackie" wird so zu einem Porträt aus vielen unterschiedlichen Facetten dieser Frau. Vieles bleibt offen oder rätselhaft, ein psychologisch eindeutiges Bild ergibt sich nicht. Mal erscheint sie unsicher und naiv, mal sehr selbstbewußt und bestimmend. Sie hat während der kurzen Amtszeit ihres Mannes, das Weiße Haus zum glamourösen Mittelpunkt gemacht, Künstler und Wissenschaftler eingeladen, glanzvolle Konzerte und rauschende Partys arrangiert, sie hat versucht ihrem von der tödlichen Kugel getroffenen Mann die auslaufende  Gehirn-Masse im Kopf zurück zu halten, sie erlebte auf dem Rückflug von Dallas nach Washington noch völlig unter Schock die rasch arrangierten Vereidigung Lyndon B.Johnsons zum neuem Präsidenten der USA, und sie arrangierte gegen vielfachen und heftigen Widerstand das Begräbnis ihres Mannes als großen Staatsakt nach dem Vorbild eines Abraham Lincoln. Und versucht kurz darauf im Exklusiv-Interview so klug wie selbstbewußt jenes Bild von ihrem Mann, seiner Präsidentschaft und von sich selbst zu entwerfen, das nach ihrer Vorstellung in die offizielle Geschichtsschreibung eingehen soll. Deshalb darf der Zeitungs-Journalist auch viele Passagen des immer wieder von ihren Gefühls- und Tränenausbrüchen begleiteten Gesprächs nicht verwenden oder veröffentlichen.

Diese filmische Erzählweise bedeutet, daß Jackies Gesicht in raffiniert geschnittenen Großaufnahmen vorherrscht: mal verstört oder ausdrucklos, zart oder scheu, mal gefaßt und stark, dann wieder ratlos und unsicher. Natalie Portmann verkörpert diese vielschichtig-schillernde Persönlichkeit mit großer Intensität, ihr schönes, klares Gesicht prägt den Film. (Inzwischen oscar-nominiert!). Alle anderen bleiben - bewußt - Nebenpersonen, wenn auch exzellent gespielt:  Peter Sarsgaard als Kennedys ausgleichender Bruder Bobby, Billy Crudup als namenloser Jounalist und anregender Widerpart im langen Gespäch, Greta Gerwig als mitfühlende Assistentin Nancy sowie der Brite John Hurt als alter Priester, mit dem Jackie über Sinn und Sinnlosigkeit des Lebens diskutiert -  es wurde seine letzten Rolle.

Kein emotional aufwühlendes Bio-Pic, sondern das eher nüchterne Porträt einer historischen Persönlichkeit, das sich nur auf einen kurzen Ausschnitt ihres Lebens bezieht und deshalb betont viele (historische) Fragen offen lässt. Dennoch: das filmisch-farbige Kaleidoskop einer ebenso faszinierenden wie ambivalenten amerikanischen Legende.

Poster/Verleih: Tobis Film

zu sehen: Capitol, CinemaxX Potsdamer Platz; Cine Star Sony Center (OV); Hackesche Höfe Kino (OmU); Kant-Kino; Kino in der Kulturbrauerei (dt. und OmU); Rollberg (OmU)

LaLaLandKein Film wird zur Zeit derart mit Preisen und Ausszeichnungen überhäuft wie die kunterbunte Musical-Romanze "LaLaLand", die mitten im Hollywood von heute spielt. Ihr Regisseur, der 32-jährige Damien Chazelle hat vor drei Jahren mit seinem ersten Spielfilm um einen Schlagzeuger und seinen strengen Lehrer -  "Whiplash"  - für Furore und mehrere Oscars gesorgt.

Musik spielt auch in seinem neuen Film indirekt die Hauptrolle. Sebastian (Ryan Gosling) ist ein aufstrebender Pianist, der von der Gründung eines Clubs träumt, in dem er das junge Publikum für den traditionellen Jazz begeistern will. Doch vorerst muß er seine Brötchen als Unterhalter in einer noblen Restaurant-Bar verdienen - mit dezenter Hintergrundmusik. Auf einer Pool-Party trifft er Mia, eine angehende Schauspielerin mit vielen vergeblichen und demütigenden Vorsprech-Versuchen, die sie zwingen, in einer Kantine auf dem Filmgelände ihren Lebensunterhalt zu erwerben. Nach anfänglichen Krabbeleien wird daraus die große Liebe - einen glücklichen Sommer lang. Doch im Herbst beginnen erste Reibereien über die jeweilige Zukunft der beiden und darüber wie diese am besten zu verwirklichen sei. Dann trennen sich zwangsläufig ihre Wege: er geht mit einer populären Jazz-Band auf längere Tournee - auch wenn deren Musik ihm nicht voll zusagt, sie erhält einen Filmvertrag, der sie nach Paris führt. Fünf Jahre später trifft man sich zufällig: Mia hat inzwischen Erfolg beim Film und ist verheiratet, er hat einen gut gehenden Jazz-Club eröffnet. Doch es kommt nur zu einem stummen, melancholischen Blick...

Der Film spielt geschickt mit seinem Schauplatz Hollywood: einerseits variiert er das Genre der alten Musical-Filme von Fred Astaire bis Vincente Minnelli und deren üppig-farbiger Austattung, andererseits siedelt er seine Geschichte in einem durchaus realistischen Los Angeles von heute an, zeigt junge Leute mit modischen Street-Cars und Smartphones, die sich im harten Überlebenskampf der Film-Metropole behaupten müssen. Fulminant ist die Eingangs-Szene: auf einem riesigen Highway-Kreuz stauen sich Autos in endlosen Schlangen, plötzlich erklingt Musik, Wagentüren öffnen sich und junge Leute steigen aus, singen, tanzen und steppen auf Asphalt und Autodächern, raffiniert fotografiert und temporeich geschnitten. Hier begegnen sich Mia und Sebastian zum ersten Mal - wenn auch nur beim Überholen und Vorbeifahren und mit verärgertem Blick. Später treffen sie sich wieder - vor untergehender Sonne hoch über der glitzernden Millionen-Stadt kommt es zur ersten Berührung - einer elegant-ausgespielten Tanz- und Gesangsszene. Großartig auch die  reinen Musiknummern, wenn Sabastian und seine Musiker jazzen - fantasievoll aus unzähligen Perspektiven von der beweglichen Kamera (Linus Sandgren) beobachtet. Wunderschöne Tanznummern auch im alten Planetarium von L.A., wo das Paar direkt in den (echten oder künstlichen) Sternenhimmel entschwebt -  zugleich eine Orts-Reminiszen an James-Deans legendären "Rebell without Cause". Doch so bunt und einfallsreich, so ohne jede nostalgische oder ironische Verklärung sich die Musik-Sequenzen des Films entfalten, so bieder und langatmig erzählt Regisseur und Drehbuchautor Chazelle  die simple Liebes -Romanze, die sich klischeehaft, symbolisch und immer zäher durch die vier Jahreszeiten zieht.

In diesen Spielszenen helfen auch die inzwischen prominenten Darsteller wenig - Ryan Gosling hat sich durch bessere Rollen schon eindrucksvoller profiliert und Emma Stone überzeugt eher durch einen treuen Hundeblick als durch darstellerische Wandlungsfähigkeit. Dagegen machen beide Schauspieler erstaunlich gute Figur in den zahlreichen Tanz- und Gesangsszenen. Auch wenn sie nicht an die großen Kino-Vorbilder herankommen, vermögen beide sich doch elegant zu bewegen und attraktiv zu tanzen und mit ihren kleinen Stimmen hübsch zu trällern, pfeifen oder zu singen. Die gefällig-eingängige Musik komponierte Justin Hurwitz, für die üppige Ausstattung zeichnet Tom Cross verantwortlich.

Dieses 127 Minuten lange "LaLaLand" - eine saloppe Bezeichnung für Los Angeles - begeistert offentsichlich vor allem jüngere Zuschauer, ältere reagieren mit  einiger Zurückhaltung. Es bleibt eine langatmige Love-Story, eingerahmt jedoch von vielfältigen, teils furiosen, teils melancholsch-eleganten Tanz- und Musik-Szenen.  Ein zwiespältiger Oscar-Anwärter.

 Poster/Verleih: Studio Canal Deutschland

zu sehen: u.a.: Adria; Astor; CinemaxX Potsdamer Platz (dt. und OV); CineStar Sony Center (OV); Cubix Alexander Platz; CineStar Tegel; Delphi; Eiszeit; Filmtheater am Friedrichshain; Hackesche Höfe Kino (OmU); International (dt. und OmU); Kino in der Kulturbrauerei (dt. und OmU); Neues Off (OmU); Odeon (OmU); Rollberg (OV); UCI am Eastgate; Kinowelt Colosseum; Yorck-Kino

Manchester byLee Chandler (Casey Afflek) arbeitet als Haustechniker eines Wohnblocks in Boston. Etwa 40 Jahre alt, schweigsam, zurückhaltend, eigenbrödlerisch. Eines Tages erhält er einen Anruf aus der Klinik seines Heimatortes Manchester, einer kleinen Küstenstadt in New Hampshire: als er dort eintrifft, ist sein Bruder Joe gerade einer Herzattacke erlegen. Lee muß nun nicht nur seinen Bruder beerdigen, sondern laut Testament auch die Vormundschaft für dessen 16-jährigen Sohn Patrick (Lucas Hedges) übernehmen. Aufgaben, die nicht nur ungewohnt für den Einzelgänger Lee sind, sondern seinen Gefühlshaushalt oft überfordern. Denn nicht nur der Hockey-spielende Patrick, der Beziehungen zu zwei Freundinnen unterhält, die nichts von einander wissen dürfen, erweist sich als sehr eigenwillig, sondern Begegnungen mit alten Freunden und Bekannten mahnen an Lee's schwierige Vergangenheit in Manchester und an die Gründe, warum er diesen vertrauten Ort einst verlassen hat. Verstörende Bilder - filmische Rückblenden - tauchen in ihm auf: Bilder seiner teils, glücklichen, teils chaotischen Ehe mit Randy (Michelle Williams), Bilder vom schrecklichen Brand seines Hauses, an dem er nicht ganz unschuldig war und bei dem seine drei kleinen Kinder umkamen. Nur ganz langsam beginnt die innere Verstörung Lee's in der winterlich-grauen Landschaft des Küstenstädtchen sich zu entkrampfen, nur zaghaft bildet sich Vertrauen zwischen Onkel und Neffen und schließlich die leise Hoffnung auf eine Lösung des Vormundschaffts-Problems  adoptiert im kommenden Sommer. Freunde der Familie in Manchester wollen Patrick adopieren.

Der 5-jährige britische Regisseur Kenneth Lonergan, der auch das Drehbuch verfasste, gilt als eigenwillig und für Hollywood-Verhältnisse schwierig, weshalb "Manchester by the sea" auch erst sein dritter Spielfilm ist. Diese Eigenwilligkeit zeigt sich ganz deutlich in der Art, wie er die an sich simple Familien-Geschichte in Szene setzt. Das Grundtempo des Films ist ungewöhnlich langsam, äußerst ausführlich werden alle Ereignisse geschildert. Scheinbare Nebensächlichkeiten rücken ins Bild, werden auch wiederholt und setzten so  ganz allmählich die Charaktere der handelnden Personen aus unterschiedlichen Perspektiven zusammen. Lee's Psyche wird so in ihrer Vielschichtigkeit deutlich erkennbar, sein abweisendes Understatement, seine Verstörung, seine langsame Befreiung aus der inneren Erstarrung. Auch der herwachsende Patrick, der seinen noch jungen Vater verliert und dessen Mutter in Alkohol, Tabletten und Religion abdriftet, wird duch Gesten und scheinbar zwiespältige Handlungsweise zum  glaubhaften Charakter: jugendliche Unsicherheit mischt sich mit keckem Wagemut, Aufbegehren gegen Lee und desse Vormundsrolle ringt mit Gefühlen für und gegen traditionelle, aber dennoch verwurzelte Familienbande. Sogar die Nebenrolle von Lee's geschiedener Frau Randy wird durch die kluge Inszenierung den wenigen Szenen, in denen sie auftritt, zum überzeugenden Bild einer Frau, die ihre vergangenen Gefühle  mit der gegenwärtigen  Situation - neuer Ehemann, neue Kinder -  nicht in Übereinstimmung zu bringen vermag.

Diese ausführliche, aber nie langatmige Inszenierungsweise führt zur - für einen Familien-Film - ungewöhlichen Länge von 137 Minuten. Gelegentlich hellt ein trockener Humor die bedrückende Geschichte auf. Die immer wieder eingeblendeten Bilder der winterlichen Küstenlandschaftin zu verschiedenen Tageszeiten gliedern und akzentuieren den Ablauf der Ereignisse auf fast poetische Art. Nur die Musik dröhnt gelegentlich, leider stimmungstötend statt stimmungsfördernd, in die oft bildgewaltigen Sequenzen, wie beispielweise beim Brand von Lee's Wohnhaus.

Doch ohne das bis in die kleinste Nebenrolle hervorragend besetzte Darsteller-Ensemble hätte "Manchester by the sea" seine Dichte und überzeugende Wirkung nie erreicht. Casey Afflek hat bereits den Golden Globe als bester Darsteller eines Dramas in diesem Jahr erhalten, zumindest eine Oscar-Nominierung dürfte ihm sicher sein. Der junge Lucas Hedges als Patrick ist ein ebenbürtiger Partner und vermag die jugendliche Widersprüchlichkeit der Figur bestens zu erden. Und Michelle Williams spielt die innerlich zerissene, an Schuldgefühlen leidende Ex-Ehefrau so eindrucksvoll, daß auch sie sicherlich für einen der begehrten Hollywood-Preise vorgeschlagen wird.

Sicherlich kein Film für ein Publikum, das leichte Unterhaltung sucht, aber ein sorgfältig und intelligent in Szene gesetztes Familien-Drama, dessen harter Realismus ebenso nachvollziehbar wie anrührend ist.

Postere/Verleih: Universal Pictures Germany

zu sehen: Babylon Kreuzberg(OmU); Bundesplatz Kino; CinemaxX Potsdamer Platz; CineStar Sony Center (OV); Filmkunst 66 (dt. und OmU); Filmtheater am Friedrichshain (dt. und OmU); Hackesche Höfe Kino (OmU); Kino in der Kulturbrauere (dt. und OmU); Rollberg (OV); UCI Colloseum

 

HellDie Brüder Toby (Chris Pine) und Tanner (Ben Foster) sind in einer mißlichen Lage. Ihre gerade gestorbene Mutter hat ihnen eine kümmerliche und hochverschuldete Farm im ländlich flachen Texas hinterlassen. Zwar haben sie halbwegs berechtigte Hoffnung, zukünftig auf den zugehörigen Ländereien Öl gewinnen zu können und damit endlich einmal reich zu werden, aber zuvor müssen termingemäß die hohen Kredite der Midland-Bank  zurückgezahlt werden, sonst fallen Farm und Land an das Geldinstitut. Um an das dafür notwendige Geld zu kommen, überfallen die Brüder mehrere Banken in den umliegenden kleinen Ortschaften, mal mehr mal weniger erfolgreich. Bis der kurz vor seiner Pensionierung stehende Ranger Marcus Hamilton (blendend: Jeff Bridges), zusammen mit seinem halb-indianischen Assistenten Alberto (Gil Birmingham), auf sie angesetzt wird und mit seiner langjährigen Polizei-Erfahrung und Menschenkenntnis den Brüdern auf die Schliche kommt. Im waffenstarrenden Texas endet die Geschichte für einen der Brüder in einem blutigen Showdown mit mehreren Toten, während der andere Bruder mit dem gestohlenen Geld zwar die Farm rettet und auf eine bessere Zukunft für seine Söhne hofft - selbst jedoch melancholisch auf sein verpfuschtes Leben  und seine gescheiterte Ehe zurückblickt.

Der Film von David Mackenzie besticht durch eine geschickte Mischung aus spannender Action und genauer Schilderung der Umwelt.  Die heruntergekommenen Farm, die trostlosen Ortschaften, in denen nur noch alte Männer von einer Kneipe aus das fast stillstehende Leben stoisch beobachten, das weite flache Land mit den Ölbohr-Türmen, das glamourös-glitzernde Casino am schnurgeraden Highway, in dem gepokert und Geld gewaschen wird. Trefflich die knappen Dialoge zwischen den charakterlich so unterschiedlichen Brüdern, die ein starkes Familien-Gefühl aneinander bindet, witzig der zynisch bis rassistische Schlagabtausch  des alten Polizei-Rangers und seinem indianischen Assistenten. Auch kleinste Nebenrollen werden scharf umrissen, der schein-joviale Bankdirektor, der dubios-kluge Anwalt, die biestige Bedienung, die ihr üppiges Trinkgeld der Polizei nicht zeigen will, eine sture, alte Kellnerin, die ihren Gästen diktiert, was sie zu bestellen haben. Unterlegt werden die Bilder (vor allem der weiten, oft trostlosen Landschaften) mit melancholisch-temperierten Songs von Nick Cave und Warren Ellis. 

Ein exzellent geschriebenes Drehbuch (Taylor Sheridan), eine temporeiche Inzenierung, prächtig fotografiert und raffiniert geschnitten: David Mackenzies bereits in Cannes gezeigter Film ist  Kino von heute im Gewand eines "alten" Westerns, der undergründig scharfe soziale Töne anschlägt, ohne  darüber den spannenden Thriller zu vergessen: brillant!

Poster/Verleih: Paramount Pictures Germany

zu sehen: b-ware ladenkino (OmU); Central Hackerscher Markt (OmU); CinemaxX Potsdamer Platz; filmkunst 66 (OmU und dt.); fsk (OmU); Kino in der Kulturbrauerei; Rollberg Kino (OmU); UCI Colosseum; Union Filmtheater

TschickEine Schule in Berlin-Marzahn. Maik Klingenberg, 14 jähriger Einzelgänger mit scheinbar reichen Eltern, hat nur Augen für die hübsche Mitschülerin Tatjana. Die beachtet ihn jedoch kaum und lädt ihn auch nicht zu ihrer Schulschluß- Party ein. Ebenso wenig wie Tschick, einen erst vor Kurzem in die Klasse gekommenen Russland-Deutschen. 

Dies ist der Ausgangspunkt für eine sich zögerlich entwickelnde Freundschaft und für eine gemeinsame Reise in einem gestohlenen Auto quer durch den wilden Osten. Da Maiks Mutter auf einer "Beauty Farm" - zu deutsch: Entzugsanstalt für Alkoholiker - weilt und sein autoritärer Vater zu einer angeblichen Geschäftsreise mit flotter Assistentin aufbricht, passt es wunderbar, daß Tschick ihn mit einem geklauten Lada zu einer Reise in die sommerliche "Walachei" abholt. Mit Schlafsack, Keksen und Cola (plus MaiksTaschengeld) gondeln sie unter stahlend-blauem Sommer-Himmel durch die weite Brandenburger Landschaft. Treffen eine blidungsbeflissene Öko-Familie auf einem alten Bauernhof, geraten in Streit mit einem sturen Dorfpolizisten, begegnen auf einer Müllhalde der jungen Streunerin Isa, die unbedingt nach Prag will und die ihnen beibringt wie man mit Hilfe eines alten Schlauches das für den Lada notwendige Benzin klaut. Sie fahren über waghalsige Sumpfbrücken, baden und waschen sich in einem tiefblauen Stausee und verabreden auf einer alten Burg-Ruine, sich in 50 Jahren an dieser Stelle wiederzutreffen.  Doch die Reise endet fast tragisch, als sie in einen bösen Unfall mit einem schlingernden Riesen-Laster verwickelt werden : aus Angst vor Polizei und drohender Einsperrung in ein Heim verschwindet der verletzte Tschick im Dunkel der Nacht,  während Maik nach kurzem Krankenhaus-Aufenthalt - dank der Anwälte seines Vaters - wieder zu Hause landet: was ihm bleibt, ist die Erinnerung an den unkonventionell-optimistischen Tschick und an einen tollen Sommer voll anarchischer Freiheit.

"Tschick", das schmale Buch von Wolfgang Herrendorf erschien 2010 und entwickelte sich schnell zu einem Bestseller mit Millionenauflage. Das gleichnamige Theaterstück folgte kurz darauf. Kein Wunder, daß Produzenten und Regisseure sich um eine Verfilmung rissen. Doch 2015, kurz vor Beginn der Dreharbeiten, schied der vorgesehene Regisseur David Wnendt ("Kriegerin","Feuchtgebiete") aus. Fatih Akin übernahm das bereits zusammengestellte Darsteller- und Technik-Team und - trotz knapper Vorbereitundszeit - gelang ihm das Kunststück, die Frische und Lebendigkeit des Romans ins Filmische zu übersetzen.

Unkonventionell in Bildführung und Schnitt, kombiniert mit einem raffinierten Musik-Mix aus aktuellern Rock-Titeln mit der schmalzigen "Ballade pour Adeline" von Richard Cleydermann, vor allen aber besticht der Film durch eine treffliche und überzeugende Besetzung der Hauptrollen: Tristan Göbel als der "Psycho" Maik und Anan Batbileg als der stoische "Asi" Tschick. Fatih Akin versteht es auch, den jugendlicher Überschwang, die Waghalsigkeit und den anarchistischen Freiheitsdrang mit leiser Melancholie zu mischen und so die Wahrhaftigkeit dieser heutigen "Coming-of-Age"-Geschichte zu bewahren. Und gleichzeitig alte literarische wie filmische Vorbilder duchschimmern zu lassen. Bei allen witzigen, komischen oder auch anarchistischen Turbulenzen dieser wilden Reise durch die sommerliche, deutsche Landschaft bleibt der tiefere Ernst dieser Lebensgeschichten gewahrt. Schöne Empathie für Außenseiter.

Daß der muntere Film auch einige Schwächen hat, fällt nicht weiter ins Gewicht. So scheint die Figur des Vaters allzu klischeehaft,, einige Episoden sind etwas zu ausführlich oder umständlich erzählt, dann lahmt das Tempo. Insgesamt jedoch  macht diese schräge Reise durch den sommerlichen Osten mit ihrem Anarcho-Unterton viel Spaß und sorgt für beste Kino-Unterhaltung  - ohne dabei die (oft harte) Realiät auszublenden.

Start: 15.September 2016

Foto/Plakat: Studio Canal Deutschland

Toni ErdmannWinfried (Peter Simonischek), Musiklehrer und Alt-68er, ist ein komischer Spaßvogel. Lebt allein mit seinem Hund, im Kreise freundlicher, gutbürgerlicher Nachbarn. Tochter Ines (Sandra Hüller), Mitte 30, jettet als ehrgeizige Unternehmens-Beraterin durch die Welt. Wenn sie gerade mal kurz vorbeischaut, erweist sich das Vater-Tochter-Verhältnis als ziemlich verkrampft – wenn auch äußerlich freundlich und korrekt. Doch als der Hund eines Tages stirbt, entschließt sich Winfried, seine Ines, die gerade an einem Consulting-Projekt im rumänischen Bukarest beteiligt ist, zu besuchen. Es wird ein recht steifes Wochenende: Ines, innerlich belastet damit, ihr Projekt bei ihren Kollegen und ihrem Vorgesetzten durchzubringen, nimmt notgedrungen den Vater in seinen lässigen Klamotten und einer alten Beuteltasche zu verschiedenen Meetings und Partys mit - immer leicht peinlich berührt, wenn er vor ihren Freunden und Kollegen seine schrägen oder faden Witze zum besten gibt. Als er sich am darauffolgenden Montag verabschiedet, ist sie zwar erleichtert, hat aber auch ein flaues Gefühl von Verlassenheit und Einsamkeit: scheinbar erlöst winkt sie ihm vom Etagen-Balkon nach, doch unerwartet beginnt sie leise zu weinen. Um so größer aber der Schock: beim Essen mit ein paar Freundinnen in einem schicken Restaurant, taucht Winfried plötzlich wieder auf, jetzt aber mit Langhaarperücke und Faschingsgebiß und stellt sich – witzereißend - den Freundinnen als Consulting-Coach Toni Erdmann vor. Der erstarrten Ines bleibt nichts anderes übrig, als das Spiel mitzuspielen, will sie ihr hart erarbeitetes Ansehen und ihre berufliche Stellung wahren. Doch andererseits bewirkt diese toll-dreiste Aktion und einige folgenden Auftritte ihres Vaters in ihr eine innere Lösung, zum Beispiel als er in einer rumänischen Kleinbürger-Familie sich als deutscher Botschafter ausgibt und zum Abschied seine verdatterte Tochter auffordert ein bekanntes Witney Juston Lied zu singen: langsam steigert sie sich in die Musik herein, alle inneren Hemmungen fallen beiseite. Doch bei aller allmählichen Annäherung zwischen Vater und Tochter, sowie ihrem Verständnis füreinander – wie auch für die Erkenntnis der jeweils eigenen Situation - , ihre Wege bleiben weiterhin getrennt: Winfried in seinem deutschen Garten, Ines in der globalen Finanz- und Wirtschafts-Welt. Wenn diese Story beim Lesen oder Nacherzählen vielleicht allzu konstruiert und kopflastig erscheint, im Film ist davon glücklicherweise wenig zu spüren. Denn die Sensibilität mit der Regisseurin Maren Ade ihre Personen zeigt, sowie die langsam und feinfühlig beobachtete Entwicklung deren Beziehungen unter- und zueinander, verleihen der Geschichte große Natürlichkeit und Überzeugungskraft. Komische und tragische Momente verbinden sich scheinbar nahtlos. Das gilt für die familiäre Vater-Tochter-Beziehung ebenso wie für die scharf und präzise gezeigte Berufswelt der Unternehmensberater mit ihren autoritären, von Männern beherrschten Strukturen. Und gleichzeitig wird ganz unaufdringlich die politische Situation miteinbezogen: Rumänien zwischen westlich geprägtem Großstadt-Glamour und landlich-ärmlichen Wirtschafts- und Industrie-Betrieben, die von ausländischen Managern brutal ausgenützt werden. Ein hervorragendes Darsteller-Ensemble aus deutschen und rumänischen Schauspielern trägt überzeugend zur Glaubwürdigkeit der unterschiedlichen Episoden und Einzelgeschichten bei. Geprägt jedoch wird der 162 Minuten lange, und keine Minute langweilende Film von Sandra Hüller als im Kern ihrem Vater nicht unähnliche taffe Tochter und von Peter Simonischek, der als Vater wie ein tapsig brummelnder Bär seine lauen Scherze macht und so versucht seine durch Beruf und Einsamkeit verhärtete Tochter wieder „aufzutauen“. Exzellent wie beide Figuren ihre „Masken“ schützen und nutzen und wie diese ganz langsam fallen – bis zur tatsächlichen Nacktheit - ohne Peinlichkeit oder dabei ihre Würde zu verlieren. Intelligent, klug, und - sehr filmisch - unterhaltsam.

Filmstart: 14.Juli 2016

Der mit dem diesjährigen Oscar ausgezeichnete Film erzählt die "wahre Geschichte" eines kleinen Reporter-Team der renommierten Zeitung "The Boston Globe", das im Jahr 2001 das Vertuschungs-System der Katholischen Kirche über von Priestern mißbrauchte Kinder enthüllte. Zwar waren solche Vorfälle schon länger bekannt, aber von der Öffentlichkeit wie von der Presse nur als nebensächliche Notiz wahrgenommen worden. Erst der neue, aus Miami kommende Chefredakteur regt die vier hauseigenen investigativen Journalisten, die unter dem Namen "Spotlight" arbeiten, zu ausführlicheren Recherchen zu Thema des sexuellen Mißbrauchs innerhalb der Bostoner Kirchengemeinden an. Dabei geht es - so der Auftrag - weniger um Einzelfälle, um Täter wie Opfer, als vielmehr um die Aufdeckung eines "Systems": nämlich wie die Kirchenleitung - an ihrer Spitze der Kardinal - bewußt diese Verfehlungen vertuscht und "unter den Teppich kehrt".
Der Film zeigt die mühevolle Arbeit der Journalisten: das Aufspüren und Anhören der Opfer (deren Zahl immer größer wird), das zeitraubende Durchsuchen von Kirchen-Verzeichnissen, Archiv-Akten und Gerichts-Zeugnissen über die Täter, die mühsamen und oft vergeblichen Versuche in diskreten Gesprächen mit Anwälten und Kirchenvertretern - offiziellen wie inoffiziellen -, Hintergründe zu erfahren, Bestätigungen zu bekommen. Es geht bei diesen Recherchen nicht nur um vordergründige, spektakuläre Außen-Wirkung - zumal Auflagenzahlen und Wettbewerb innerhalb des Zeitungsmarktes eine gewichtige Rolle spielen -, sondern auch um eine Reflexion über eigene (jounalistische wie menschliche) Verhaltensweisen und ethische Maßstäbe. Der Film endet mit dem Erscheinen des - duch "Nine/eleven" um einige Wochen verzögerten - umfangreichen Berichtes am Dreikönigstag 2002. Der daduch ausgelöste (weltweite) Skandal innerhalb der Katholischen Kirche wird nur kurz im Abspann schriftlich angedeutet.
Bewundernswert, wie Regisseur Tom McCarthy, der zusammen mit Josh Singer auch für das ebenfalls Oscar-gekrönte Drehbuch verantwortlich ist, diese an sich nüchtern-trockene Journalisten-Story schnörkellos und geradlinig - wenn auch auf konventionelle Weise - erzählt. Er verzichtet ganz auf filmische oder spektakuläre Extravaganzen und trotzdem gelingt ihm eine sehr farbige, abwechslungsreiche, klug-unterhaltende und spannende Film-Inszenierung.
Getragen von einer beweglich-eleganten Kamera (Masanobu Takayanagi) und einem exzellenten Schauspieler-Ensemble, überzeugend bis in die kleinsten Nebenrollen. Michael Keaton, Mark Ruffalo, Rachel McAdams, Brian d'Arcy James bilden das charakterlich sehr unterschiedliche, aber bestens aufeinander eingeschworene Reporter-Team, John Slattery ist ihr manchmal bedenken-tragender Vorgesetzter und Liev Schreiber verkörpert den immer die Ruhe und Distanz wahrenden Chefredakteur, einen wagemutigen, jüdischen Außenseiter in der stark irisch-katholisch geprägten Gesellschaft von Boston.
"Spotlight" reitet keine Attacke gegen den Glauben, er kritisiert aber scharf das zwiespältige Verhalten kirchlicher Institutionen und er diskutiert - durchaus selbstkritisch - Sinn, Aufgabe und Bedeutung der (damals noch nicht durch-digitalisierten) Presse. Jener sogenannten "Vierten Macht", die in demokratischen Staaten das Handeln von Parlament, Regierung und Justiz kritisch beobachtet - nicht nur in Boston.

Poster/Verleih: Paramount Pictures Germany

zu sehen u.a.: Central Hackerscher Markt (OmU); CinemaxX Potsdamer Platz; CineMotion Hohenschönhausen; CineStar Treptower Park; Cubix Alexanderplatz; CineStar Sony Center (OV); Eva Lichtspiele; Filmkunst 66; Filmtheaater am Friedrichshain (dt. u. OmU); Kino in der Kulturbrauerei (dt. u. OmU); Passage Neukölln (dt. u. OmU); Sputnik (dt.u.OmU); UCI Colosseum; Zoo-Palast